Kommissionsware beim Juwelier:

Mehr Auswahl verkaufen – ohne eigenes Einkaufsrisiko

Hochwertige Schmuckstücke, Uhren und Vintage-Artikel müssen nicht immer direkt angekauft werden. Beim Verkauf auf Kommission übernimmt der Juwelier die Ware eines Kunden, präsentiert sie im Geschäft und verkauft sie im eigenen Namen für Rechnung des Eigentümers. Erst nach einem erfolgreichen Verkauf erhält der Einlieferer den vereinbarten Betrag.

Wird der Artikel nicht verkauft, kann er nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit zurückgegeben werden. Der Juwelier erweitert damit sein Sortiment, ohne die Ware vorher vollständig finanzieren zu müssen.

Was bedeutet Verkauf auf Kommission?

Beim Kommissionsgeschäft überlässt der sogenannte Kommittent dem Juwelier einen Artikel zum Verkauf. Der Juwelier handelt als Kommissionär gegenüber dem Käufer im eigenen Namen, wirtschaftlich jedoch für Rechnung des Kommittenten.

Vor der Annahme sollten beide Seiten eindeutig festlegen:

  • welches Schmuckstück oder welche Uhr übergeben wird,
  • in welchem Zustand sich der Artikel befindet,
  • welchen Mindestbetrag der Kommittent erhalten möchte,
  • zu welchem Preis der Artikel angeboten werden soll,
  • wie hoch die Vergütung oder Marge des Juweliers ist,
  • wie lange der Artikel angeboten wird,
  • wann die Auszahlung nach dem Verkauf erfolgt,
  • was bei Beschädigung, Verlust oder Nichtverkauf geschieht.

Eine klare und nachvollziehbare Dokumentation schützt beide Seiten und vermeidet spätere Missverständnisse.

Welche Vorteile bietet Kommissionsware für Juweliere?

Kommissionsware ermöglicht es Juwelieren, ihr Sortiment um besondere Einzelstücke zu erweitern. Dazu gehören beispielsweise gebrauchter Schmuck, hochwertige Uhren, Vintage-Schmuck, Erbstücke oder seltene Markenartikel.

Der wichtigste Vorteil: Der Juwelier muss die Ware nicht sofort ankaufen. Dadurch wird weniger Kapital gebunden und das wirtschaftliche Risiko bleibt überschaubar. Gleichzeitig können Kunden Artikel entdecken, die im regulären Sortiment möglicherweise nicht verfügbar wären.

Auch für den Einlieferer ist die Kommission interessant. Er profitiert von der Erfahrung des Juweliers, einer professionellen Präsentation und dem Zugang zu einer passenden Kundengruppe. Besonders bei erklärungsbedürftigen oder hochwertigen Artikeln kann dies gegenüber einem privaten Verkauf ein deutlicher Vorteil sein.

Kommissionsware muss getrennt verwaltet werden

Kommissionsartikel gehören nicht zum normalen eigenen Warenbestand des Juweliers. Deshalb müssen sie in der Warenwirtschaft eindeutig gekennzeichnet und vom regulär eingekauften Bestand unterschieden werden.

Zu jedem Artikel sollten mindestens folgende Angaben gespeichert werden:

  • Name und Kontaktdaten des Kommittenten,
  • Artikelbeschreibung und eindeutige Artikelnummer,
  • Marke, Material, Legierung und Gewicht,
  • vorhandene Edelsteine oder besondere Merkmale,
  • Zustand und erkennbare Gebrauchsspuren,
  • Fotos des angenommenen Artikels,
  • vereinbarter Verkaufspreis,
  • Mindestbetrag für den Kommittenten,
  • Vergütung beziehungsweise Marge des Juweliers,
  • Datum der Annahme und vereinbarte Laufzeit.

Damit bleibt jederzeit nachvollziehbar, wem der Artikel gehört, wo er sich befindet und ob er bereits verkauft, abgerechnet oder zurückgegeben wurde.

Kommissionsware mit PrismaNote annehmen

Mit PrismaNote können Juweliere die Annahme von Kommissionsware direkt in der Software erfassen. Im Bereich des Konvolutankaufs wird dazu die Funktion „Kommissionsartikel“ aktiviert.

Anschließend werden der Kommittent, der Artikel und die vereinbarten Konditionen erfasst. Dazu gehören insbesondere der gewünschte Mindestbetrag des Einlieferers und der vorgesehene Verkaufspreis. Für die Übergabe kann ein Kommissionsannahmebeleg erstellt werden, auf dem die wichtigsten Vereinbarungen dokumentiert sind.

Der Artikel wird in der Warenwirtschaft als Kommissionsware gekennzeichnet. Dadurch ist er klar vom eigenen Warenbestand getrennt und kann trotzdem im Verkaufsprozess berücksichtigt werden.

Was passiert beim Verkauf?

Wird der Artikel verkauft, erfolgt der Verkauf gegenüber dem Endkunden über den Juwelier. Danach wird mit dem Kommittenten abgerechnet. Der Einlieferer erhält den vereinbarten Betrag; die Differenz beziehungsweise vereinbarte Provision verbleibt beim Juwelier.

PrismaNote unterstützt dabei die Verbindung zwischen:

  • dem angenommenen Kommissionsartikel,
  • dem zugehörigen Kommittenten,
  • dem Verkaufsvorgang,
  • dem vereinbarten Auszahlungsbetrag,
  • der anschließenden Abrechnung.

So kann der gesamte Vorgang von der Annahme bis zum Verkauf oder zur Rückgabe nachvollziehbar dokumentiert werden.

Was passiert, wenn der Artikel nicht verkauft wird?

Wird die Kommissionsware innerhalb der vereinbarten Laufzeit nicht verkauft, kann sie an den Kommittenten zurückgegeben werden. Auch diese Rückgabe sollte dokumentiert und vom Einlieferer bestätigt werden.

Eine digitale Verwaltung verhindert, dass Kommissionsartikel übersehen werden oder nach Ablauf der vereinbarten Frist ohne Klärung im Geschäft verbleiben.

Umsatzsteuer und Differenzbesteuerung beachten

Die Annahme eines Artikels von einer Privatperson ist nicht einfach ein Wareneinkauf mit einem Umsatzsteuersatz von 0 Prozent. Eine Privatperson weist grundsätzlich keine Umsatzsteuer aus. Deshalb besteht für den Juwelier aus der Warenannahme auch kein Vorsteuerabzug.

Die Differenzbesteuerung nach § 25a UStG wird ebenfalls nicht bereits bei der Annahme der Ware angewendet. Sie kann beim späteren Verkauf relevant sein, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Ob Differenzbesteuerung oder eine andere steuerliche Behandlung anzuwenden ist, hängt unter anderem vom Status des Kommittenten und von der Art des Artikels ab.

Die steuerliche Einstellung sollte daher mit dem Steuerberater abgestimmt und in der Software passend zum jeweiligen Vorgang hinterlegt werden.

Mehr Übersicht und weniger Verwaltungsaufwand

Kommissionsware kann für Juweliere ein attraktives Zusatzgeschäft sein. Voraussetzung ist jedoch, dass Eigentümer, Artikel, Preise, Laufzeiten, Verkäufe, Auszahlungen und Rückgaben jederzeit eindeutig nachvollziehbar sind.

Mit PrismaNote verwalten Sie Kommissionsartikel gemeinsam mit Kasse, Warenwirtschaft und Kundenverwaltung in einem System. So behalten Sie den Überblick und können Ihren Kunden zusätzliche hochwertige Schmuckstücke und Uhren anbieten, ohne jeden Artikel vorher selbst ankaufen zu müssen.

Möchten Sie erfahren, wie die Kommissionsabwicklung in PrismaNote funktioniert? Vereinbaren Sie eine persönliche Beratung oder eine unverbindliche Software-Demonstration.


Telefon: +49 (0) 2842 474 30 01


Weitere Informationen:
www.prismanote.de/kommission

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